Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Situation von Patientinnen und Patienten auf der Warteliste für eine Nierentransplantation sowie die Anforderungen an eine qualifizierte medizinische Rehabilitation und Nachsorge. Die m&i-Fachklinik Bad Heilbrunn zählt zu den führenden Einrichtungen für spezialisierte Akutmedizin und medizinische Rehabilitation in Deutschland und vereint die Fachbereiche Orthopädie, Neurologie sowie Innere Medizin mit Diabetologie und Nephrologie unter einem Dach.
Die Abteilung Nephrologie / Transplantationsnachsorge bietet stationäre Rehabilitationen unmittelbar nach Organtransplantationen ebenso wie strukturierte Langzeitnachsorge an. In den vergangenen Jahren wurde das Leistungsspektrum gezielt erweitert: Neben transplantierten Patientinnen und Patienten werden heute auch Dialysepatienten, Nierenspender, Personen auf der Warteliste sowie Patientinnen und Patienten mit noch nicht terminaler Nierenerkrankung rehabilitativ begleitet. Ziel ist es, Betroffene in allen Phasen der Erkrankung medizinisch zu stabilisieren und ihre Lebensqualität zu erhalten.
Vor dem Hintergrund langer Wartezeiten von durchschnittlich acht bis zehn Jahren auf eine Nierentransplantation gewinnt die Vorbereitung auf den Eingriff zunehmend an Bedeutung. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Erlangen wurde in Bad Heilbrunn das strukturierte Programm „Fit für die Nierentransplantation“ entwickelt. Es kombiniert medizinische Betreuung, Bewegungstherapie, Ernährungsberatung sowie psychosoziale Unterstützung und wird wissenschaftlich begleitet. Studienergebnisse zeigen, dass eine solche prähabilitative Rehabilitation die körperliche Leistungsfähigkeit und Transplantationsfähigkeit von Wartelistenpatienten verbessern kann.
Auch nach erfolgter Transplantation bleibt eine spezialisierte Nachsorge essenziell. In der m&i-Fachklinik Bad Heilbrunn erfolgt diese in einem multimodalen, interdisziplinären Ansatz, bei dem medizinische Behandlung, Pflege, Therapie, Schulungen und soziale Beratung eng miteinander verzahnt sind.
Mit dem Jubiläum blickt die Abteilung auf 25 Jahre spezialisierte Versorgung nierenkranker und transplantierter Patientinnen und Patienten zurück. Zugleich wird deutlich, dass angesichts des anhaltenden Organmangels der Bedarf an qualifizierter Rehabilitation, stabilen Versorgungsstrukturen und sektorenübergreifender Zusammenarbeit weiter steigt.

